Klassiker aus Rock, Blues & Soul

Die Band


MarieJane- Das ist die Band mit den zwei legendären Sängerinnen Marie (Marie and the man afraid of his horses) und Jane (alias Indijana) aus Berlin. Sie lassen nichts anbrennen und machen die Leute ganz verrückt mit ihrer kontroversen Art. Grundverschieden in ihren Timbres, so die dunkle rauhe Stimme der Marie und die klare und wandelbare Stimme von Jane. Beide begleiten sich durch Akustik-Gitarren, und Jane fiedelt hin und wieder und haut aufs Cajon.

Da kann man sich denken, dass es super kommt, wenn sie von einem männlichen Musiker begleitet werden. Dirk Hommel an der Elektro-Gitarre überzeugt durch sein hochprofessionelles Spiel und unverwechselbare Klänge. Er ist der Ruhepol der Band und stellt eine herrliche Ergänzung zu den beiden Ladies dar.

Manche sagen: "man, sind die soulig", andere: "Ich liebe Euren Blues" und wieder andere finden: "Das rockt!".

Ja, und irgendwo hier findet man auch die Bezeichnung der Nische, die die drei bedienen. Klassiker aus Soul, Blues und Rock gut gespielt und gesungen. Anders als man sie erwartet und ideal für einen tollen Abend mit handgemachter Musik.

Rezension eines Fans:


Mariejane – Mein Eindruck zu dieser Formation aus einem Live-Konzert in der Brasserie Tegel:

Zwei Frauen und ein Mann, das geht im normalen Leben meistens nicht gut. In der Musik dagegen schon! Mariejane liefern den Beweis:

Wenn der Mann im Hintergrund die Lead Gitarre inszeniert und den beiden stimmgewaltigen Frauen mit ihren Akustikgitarren, plus Cajon und Fiedel, im Vordergrund ganz cool die Show überläßt – ein durchaus bezirzender Anblick, die beiden Ladies in Aktion zu erleben – dann ist man sich wieder sicher, wie man es von den alten Soul, Blues und Rock 'n Roll Stücken schon immer wußte, wenn gut gespielt wurde, daß Musik eben wichtig ist für Bauch und Glieder, Auge und Ohr. Man geht gesund nach Hause. Mußte mal wieder sein!

Mariejane sind keine kalten Routiniers, die ihr Programm abspulen – man spürt, wie die Leidenschaft von Anfang an die Regie übernimmt. Und deshalb klappt es mit der Rückkoppelung mit dem Publikum sehr schnell sehr gut. Das geht hin und her zwischen den Zuhörern und den Dreien auf der Bühne. Ich hatte keinen Moment das Gefühl, die sind froh, wenn sie damit fertig sind.

Ihr Repertoire ist immens, Zugaben sind drin, und sie reagieren auch auf Extrawünsche aus dem Publikum und liefern dann wenigstens einen kurzen Ausschnitt des Songs. Bei ihrem Auftritt in der überschaubaren, fast intimen Atmosphäre der Brasserie Tegel, wo immer mal wieder Musik stattfindet, fiel mir auf, daß die Leute gar nicht so viel quatschten wie sonst immer, sondern den Blick nur auf die Bühne gerichtet glänzenden Auges heimlich mitrockten, klatschten oder johlten, wenn sie ihre alten Lieblingssongs mal wieder Live hören konnten: von Janes Stimme, leicht vibrierend bis in die Obertöne entfernt an Janis Joplin erinnernd, und Maries Organ naturgewaltig etwas tiefer gelegt. Manchmal ließen sie aber auch den Dirk ran, und siehe da: Nicht nur ausgezeichnet E-Gitarre spielen kann er, sondern auch noch singen! Seine Black Magic Woman von Santana und dessen Gitarren Riffs summen mir immer noch im Ohr; auch Janes und Maries Interpretationen von Carly Simon's You're So Vain, Ray Charles' Unchain my Heart und ... und ... und ... lauter Perlen!

I'm afraid I'm under a spell! 

Stephan Dreber, Berlin-Tegel, 1. März 2015